Jürgen Kellig Zivilisation

Zeichnung

07. Mai bis 17. Juli 2021

Eröffnung machen wir wenn es die derzeitigen Verordnungen erlauben. Wir informieren dann per Email.

Zivilisation

Nach einer Sichtung von ungefähr 200 Papierarbeiten unterschiedlicher Größen aus den letzten zwei Jahren, wurden die Zeichnungen für unsere aktuelle Ausstellung im Berliner Atelier ausgewählt. Einmal mehr stellt Jürgen Kellig unter Beweis, wie vielschichtig abstrakte Zeichnung sein kann und wie viel Vielfalt in der Reduktion steckt. Ordnung und System, Chaos und Freiheit, Berechenbarkeit und Unberechenbarkeit sind seine Themen, die als sichtbare und unsichtbare Netze in Linien und Punkten über das Papier gehen. Strukturen, Verbindungen, Vereinzelungen und Gruppierungen werden gezeigt, die an urbane Netze, Stadtpläne, Straßenbahnlinien, Computernetze und Vektoren erinnern.

Wassily Kandinsky formulierte 1926 treffend: „Die geometrische Linie ist ein unsichtbares Wesen. Sie ist die Spur des sich bewegenden Punktes, also sein Erzeugnis. Sie ist aus der Bewegung entstanden – und zwar durch Vernichtung der höchsten in sich geschlossenen Ruhe des Punktes. Hier wird der Sprung aus dem Statischen in das Dynamische gemacht.“ (aus Kandinsky: Punkt und Linie zu Fläche, 8. Auflage von 1955, Seite 57)

Genau dieses Dynamische in Kelligs Zeichnungen ist etwas Besonderes. Er nutzt rein geometrische Formen wie Punkte, Linien und Kreise, trifft eine klare Auswahl an Farben, legt die Strukturen, Farben und Formen so geschickt übereinander, dass geradezu eine Räumlichkeit entsteht. Jedes einzelne Element wird als lebendige Konjugation zur klingenden Gesamtkomposition geführt.

Der 1953 in Berlin geborene Künstler wurde 2017 für sein außergewöhnliches zeichnerisches Werk mit dem Benninghauspreis geehrt. Das Kupferstichkabinett der Staatlichen Museen zu Berlin kaufte 2019 zehn seiner Papierarbeiten an. Weitere wichtige Stationen waren Ausstellungen in Rom 2019, im Historischen Museum in Sofia 2017, 2014 die Beteiligung an der 2. Biennale in Seoul, Südkorea und 2012 im Musée Archéologique, Madeny-en-Vexin in Frankreich. Neben Ausstellungen in Berlin z.B. im Künstlerhaus Bethanien, Villa Heike, Kunstverein Tiergarten, der Galerie im Kulturhaus Spandau und der Galerie im Saalbau trugen die überregionalen Teilnahmen an der Großen Kunstausstellung Halle (Saale), Große Kunstausstellung Nürnberg und die Leipziger Jahresausstellung (2018) zu seinem Bekanntheitsgrad bei. Wir freuen uns sehr, dass wir seit unserer Zusammenarbeit 2004 die künstlerische Entwicklung von Jürgen Kellig begleiten dürfen.

Wir laden sehr herzlich zu einem Besuch in unsere Galerie ein. Es genügt eine Anmeldung per Email oder Telefon. Die Ausstellung ist vom 07. Mai bis 17. Juli 2021 in der Galerie ARTAe, Gohliser Str. 3 zu sehen. Eine kleine Eröffnung mit dem Künstler werden wir dann realisieren, wenn es die derzeitigen Verordnungen erlauben. Wir informieren darüber per Email und facebook.

Bis dahin und bleibt gesund und fröhlich!

Euer Team der Galerie ARTAe

Marian und Sabine Elsner

In dieser Ausstellung gibt es die Zusammenarbeit mit der Universität Leipzig, Insititut für Kunstpädagogik, Prof. Dr. Ines Seumel. Es werden ca. 30 Studenten zu den Werken von Jürgen Kellig Programme zur Kunstvermittlung erarbeiten. Wir freuen uns sehr darüber!

Abbildung oben: Jürgen Kellig, Notation (Zivilisation), 2020, Zeichnung, 120 x 100 cm

Kontakt zur Galerie über info@artae.de oder 0160-9111 8817.