Verlagsabend Schoeffeling & Co.

Ein literarischer Abend mit dem Verlag Schoeffeling & Co.
Moderation: Lutz Rathenow
Autoren: Julia Trompeter, Michael Roes und Lutz Rathenow

Samstag, 23. März 2019 ab 20.00 Uhr / Eintritt frei.

Lutz Rathenow ist seit nunmehr 14 Jahren Buchmesse-Dauergast und Mitwirkender unserer Leipzig liest- Veranstaltungen! Der Sonnabend ist traditionell ein besonders intensiver und anregender Abend. Zeitgeschichte, Politik und Literatur – Zuhören, Diskussion und Gespräche.

Lutz Rathenow geb. 1952 in Jena, Lehrerstudium Deutsch und Geschichte in Jena, erste Texte und Leitung eines literarischen Arbeitskreises, der 1975 verboten wurde, 1977 Exmatrikulation. Arbeit am Theater und als freier Schriftsteller in Berlin. 1980 Verhaftung als Oppositioneller, in der Wendezeit aktiv in der Bürgerbewegung. Seit 2011 ist er Sächsischer Landesbeauftragter für die Stasi-Unterlagen.
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Michael Roes liest aus seinem neuen und epischen Roman „Herida Duro“ (Verlag Schöffling und Co.).  In dem der Autor Heridas Geschichte immer wieder mit Gegenwelten, Träumen und Rauschzuständen verwebt, fängt Michael Roes die Entwicklung eines Lebensgefühls jenseits der Geschlechterkategorien ein. Vom Rande Europas und von den Ausgegrenzten kommt für ihn wahre Kunst.

Michael Roes, geboren 1960 in Rhede/Westfalen, lebt in Berlin. Mehrjährige Aufenthalte im Jemen, in Israel, Algerien und den USA bilden den Hintergrund für viele seiner Bücher, Essays, Theaterstücke, Radiofeatures und Filme. 1993 erhielt er den Else-Lasker-Schüler-Preis, 1997 den Literaturpreis der Stadt Bremen, 2006 den Alice Salomon Poetik Preis für sein Gesamtwerk. 2012 erreichte er mit seinem Roman Die Laute die Longlist des Deutschen Buchpreises. Bei Schöffling & Co. erschien 2017 sein Roman Zeithain, mit dem er für den Preis der LiteraTour Nord nominiert war. Herida Duro ist sein dreizehnter Roman.
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Julia Trompeter stellt ihren aktuellen Roman „Frühling in Utrecht“ (Verlag Schöffling und Co.) vor und ist wie Michael Roes erstmals Lesegast in der ARTAe Galerie.

„Frühling in Utrecht“: Klara ist überstürzt nach Utrecht gezogen. Hier will die Ex-Berlinerin, die eine zerbrochene Beziehung und eine gescheiterte Karriere als Kneipenwirtin hinter sich lässt, ein neues Leben anfangen. In Zeiten, wo Flüchtlingsströme durch Europa ziehen, verarbeitet sie ihre persönliche »Flucht« im Kleinen. In einem ›dagboek‹ hält sie die verwirrenden Unterschiede zwischen ihrem alten und neuen Leben fest. So hat sie nicht nur der deutschen Sprache und Kultur, sondern auch Hauke den Rücken gekehrt. Zwar war diese Trennung längst überfällig, doch erst als sie von Erinnerungen übermannt wird, beginnt sie sich ihrer Vergangenheit zu stellen. Eine wichtige Rolle für den Neubeginn spielt ihre Zuneigung zum jungen Thijs. Doch ihre Selbstbestimmung findet sie durch ihn nicht. Als sich die Lage zuspitzt, wird ihr klar, dass sie sich ihre Freiheit erobern muss – und Geborgenheit nur in sich selbst finden kann.
Ein kluger Roman über die manchmal unerträgliche Leichtigkeit des Seins im heutigen Europa.

Julia Trompeter wurde 1980 in Siegburg geboren und lebt in Köln. Sie studierte Philosophie, Germanistik und Klassische Literaturwissenschaft in Köln und promovierte in Berlin und Bochum. Seit 2017 arbeitet sie an der Universität Utrecht. Für ihr Schaffen erhielt sie u.a. 2012 das Rolf-Dieter-Brinkmann-Stipendium der Stadt Köln, 2014 den Förderpreis des Landes NRW und 2018 eine Förderung der Kunststiftung NRW.
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