Aus der Luft gegriffen / Out of Thin Air / Sabine Aichele-Elsner / 2008

Transformation als Erkenntnis - das Sichtbare hinter den Dingen / Erik Buchheister / 2007

Rede zur Eröffnung / Detlef Mallwitz / 2007

statements / Alexandra Karrasch / 2007


Konkrete Kunst oder verborgene Poesie?
English version coming soon
  Schwerpunkt in der Kunst von Alexandra Karrasch ist die Transformation
von Material. Die Bandbreite reicht von Kupferdraht, Graphitminen,
Durchschlagpapier, Eierschalen bis zu Staub von Schmetterlingsflügeln.
Nicht nur das Material selbst wird verwandelt, sondern auch dessen
eigenster Charakter. Dreidimensionales wird flächig, Schweres wird
leicht, Ovales wird quadratisch, Schutz wird Oberfläche und Flügelstaub
geht farbig schillernd in eine neue Form über.

Seit über einem Jahr Experimentieren und zurückgezogenem Arbeiten werden
neben der Installation „Dort und damals fand ich ihre Ähnlichkeit“ (J.B.)
Objekte aus und mit Staub von Schmetterlingen, Eierschalenobjekte und
Schellackarbeiten in der Galerie ARTAe in Leipzig präsentiert.

Grundsätzlich entstehen die Objekte der 1967 geborenen Künstlerin durch
die intensive Auseinandersetzung mit den Eigenschaften und dem Ausdrucks-
potential von Materialien verschiedener Ausprägung. Entscheidend ist die
Umwandlung des Ausgangsstoffes, die durch ein Erfühlen von Stoffverwandschaft,
Ähnlichkeit und einem sich wiederholenden Rhythmus prozesshaft entwickelt.
Durch die Transformation erfahren die Materialien ein subtiles Eigenleben.

Die Unmittelbarkeit des Erfahrenen erzeugt eine Spannung zwischen der
bekannten und der unbekannten Welt der Eigenschaften. Durch eine Art
von visueller Alchimie wächst das Material im Auge des Betrachters über
sich selbst hinaus.

Alexandra Karrasch schloss ihr Kunststudium am Royal Collgege of Art in
London 1998 mit Auszeichnung ab. Stipendien erhielt die Künstlerin unter
anderem von der Henry Moore Foundation 1997 und von den Florence Trust
Studios 1999. Zu Lehraufträgen wurde Karrasch vom Canterbury Institute
of Art & Design und von der Bauhaus Universität Weimar beauftragt.
Sie hielt öffentliche Vorträge u.a. in Ürgüp (Türkei), Canterbury (GB)
und Dublin (Irland).

Diese Ausstellung entstand mit freundlicher Unterstützung des
Lehrstuhls für Spezielle Botanik und dem Botanischen Garten der
Universität Leipzig.

Sabine Aichele-Elsner MA / Galerie ARTAe Leipzig / 2007

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