Die kleinen Dinge

Caroline Kober, Sylvia Perlet-Pfefferkorn, Constanze Zorn

Malerei und Zeichnung

06. Februar bis 30. April 2021

Eröffnung, Finissage und weitere Veranstaltungen finden je nach Möglichkeit statt.

Never change the winning game! Anfang 2020 zeigten wir die Ausstellung „In this world“ mit Werken der drei Künstlerinnen Caroline Kober, Sylvia Perlet-Pfefferkorn und Constanze Zorn. Diese Ausstellung hat vielen Besuchern, den Künstlerinnen und Galeristen große Freude bereitet.

Nicht nur Freundschaft, das gemeinsame Studium an der HGB, Sensibilität, Detailverliebtheit verbindet sie, sondern auch inhaltliche Themen wie Figur, Mensch, Welt und Bedeutung. Gerade in der direkten Gegenüberstellung sieht man die feinen Unterschiede und Ähnlichkeiten im künstlerischen Ausdruck sehr gut. Auf diese Begegnungen, Zusammenhänge und Eigenheiten freuen wir uns sehr. Der Titel „Die kleinen Dinge“ zeigt die grundsätzlich elegante Haltung der Künstlerinnen gegenüber der eher lauten Welt und spiegelt zugleich den derzeitigen Rückzug recht gut.

Caroline Kober

Zumeist steht eine Figur, eher verletzlich, nicht anwesend, bzw. verträumt im Mittelpunkt der Arbeiten von Caroline Kober. Der Raum, zumeist riesig, unbegrenzt, unrealistisch erinnert trotzdem an natürliche Begebenheiten. Farbige Flächen lassen Assoziationen an Seen, Bäume, Wiesen, verwunschenen Orten, die offen und verspielt bleiben, zu. Kober gelingt es eine Brücke zwischen Empfindsamkeit der Figur und Phantasie bzw. Reflektion des landschaftlichen Hintergrundes so zu verbinden, dass diese verschmelzen und eine Einheit bilden.

Sylvia Perlet-Pfefferkorn

Der Mensch in Beziehung, der Mensch in der Natur, der Mensch als sich selbst Suchender in jedem Alter und zu jedem Zeitpunkt. Selten und doch nicht ausgeschlossen, existieren die Bilder von Figuren, die den Eindruck machen, etwas gefunden zu haben, bei sich zu sein, nicht immer auf dem Weg der Suche zu gehen.

Constanze Zorn

Gestisch bewegte Grunddynamik und Grundstruktur, in die dann die kleinen Dinge eingeflochten werden. Diese kleinen Dinge können Städte, Dörfer, Gegenstände oder Figuren sein. Daneben sind die Zustände von Wasser, Luft und Erde zentral. In welcher Beziehung stehen diese zueinander, welchen Blick gewährt uns die Künstlerin auf die Welt der kleinen Dinge, die alle irgendwie zusammen hängen? Die starken großflächigen Gesten mit dunkler Tusche werden in zarte, vielfarbige Buntstiftflächen weitergeführt und kontrastiert. Dieser Gegensatz und die gelungene Spannung von Fläche und Farbe, Erzählung und Abstraktion sind das Geheimnis der Werke von Constanze Zorn.

Mit diesen künstlerischen Positionen der Leipziger Künstlerinnen starten wir unser Galerie Programm für 2021 und wünschen Euch hiermit ein ebenso vielfältiges, interessantes und vor allem gesundes Jahr 2021!

In dem Maß wie wir 2020 die Eröffnung und Finissage feierten, werden wir es in diesem Jahr nicht machen können. Wir werden mit Zeitfenstern und Anmeldungen arbeiten, hoffen auf Euer Verständnis dafür und freuen uns auf Euch.

Marian und Sabine Elsner, Team der Galerie ARTAe Leipzig

Abbildung oben: Caroline Kober, aus der Serie „Diary“, 2020, Acryl auf Papier, 23,7 x 31,5 cm

Ausstellungsansichten

Biografie Caroline Kober
1962 In Leipzig geboren
1978–1980 Lehre und Tätigkeit als Schriftsetzerin
1981–1986 Studium der Malerei an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig bei Professor Arno Rink
1986 Diplom
Seit 1986 freischaffende Malerin und Grafikerin in Leipzig
Lebt und arbeitet in Leipzig
Stipendien, Preise
2020 DENKZEIT, Arbeitsstipendium der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen
2009 Katalogförderung der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen
1994 Stipendium der Philipp Morris Kulturförderung und Arbeitsaufenthalt auf Schloss Moritzburg bei Dresden
1993 Arbeitsstipendium der Stiftung Kulturfond e.V. Berlin
Sammlungen
Museum der bildenden Künste, Leipzig
Regierungspräsidium, Leipzig
Universität Leipzig
Kunstsammlung der Sparkasse, Leipzig
Regierungspräsidium, Dresden
Kunstfonds des Freistaates Sachsen, Dresden
Achim Freyer Stiftung, Berlin
Privatsammlungen im In- und Ausland

Biografie Constanze Zorn
1962 in Leipzig geboren
1981 Kunsthandwerklicher Buchbinder
1982-88 Studium an Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig
Fachklasse Buchgestaltung bei Prof. Rolf Felix Müller
1988-93 Grafikerin an der Oper Leipzig
1988-90 Verband Bildender Künstler Leipzig
ab 1994 Bund Bildender Künstler Leipzig
ab 1998 Mitglied der GEDOK
ab 2003 Vorstandsmitglied der GEDOK
2014 Preisträgerin der ISOLDE-HAMM-STIFTUNG, Leipzig
lebt und arbeitet in Leipzig

ARBEITEN IN ÖFFENTLICHEN SAMMLUNGEN
BFG Bank AG, Leipzig / Mitgas AG, Gröbers / PC-Ware AG, Leipzig / Südzucker AG, Mannheim, weitere Arbeiten befinden sich im privaten Besitz

BIBLIOGRAFIE
2018 35. Leipziger Grafikbörse, PARADOX
2018 Aufschlagen, das Buch als Kunstobjekt
2017 24.Leipziger Jahresausstellung, de.stabil
2016 Plagwitzer Kunstsymposium
2015 Katalog: Constanze Zorn, Der blaue Planet
2014 Ausstellungskataloge: Leipziger Grafikbörse, Leipzig 2012, 2011, 2004, 19882010/11 Dokumentation: Bund Bildender Künstler Leipzig e.V.
2014 Postkarteneditionen: GEDOK Leipzig 2013, 2012
2011 Ausstellungskataloge: GEDOK Leipzig – VERDICHTEN
2018 GEDOK Leipzig – 20 Jahre GEDOK
2017 GEDOK Leipzig – Homage an Elsa Brandström
2010 GEDOK Leipzig – SCHWINGUNGEN
2009 GEDOK Leipzig – KÖRPERSPIELE
2008 GEDOK Leipzig – Stachlige Sterne
2005 GEDOK Leipzig – ein jedes soll seine Farbe tragen
2001 GEDOK Leipzig – Frau sieht sich
2000 GEDOK Leipzig – Die Stadt ist weiblich
2008 Richard Wagner – Episode X: BBK Leipzig
2006 Bildende Künstler in Leipzig, art media Verlag
2003 KLAVIER IN GELB – Nikoleisaal, Potsdam
2002 Ausstellungskatalog: Handzeichnungen u. Kleinplastik, BBK Leipzig
1994 Bildende Künstler in Leipzig, Passage-Verlag

BÜCHER
im Eigenverlag: Text / Zeichnung / Gestaltung / Digitaldruck lichtecht
Bindung / Format 15,5 x 15,5
Die Lüge 1. Auflage 2016 Gedicht/Leperello
DEM GRAU EHRE 1. Auflage 2010 Gedichte
DAS NEST 1. Auflage 2007 Erzählung
Die klingenden Farben 1. Auflage 2004 Erzählung
Notizen zur Selbsterkenntnis oder
SCHWARZE TUSCHE AUF WEISSEM PAPIER Leporello 2000

Biografie Sylvia Perlet-Pfefferkorn

1966 in Leipzig geboren
1986-1991 Studium Pharmazie Dipl.-Ing.
1991 Geburt der Tochter Lisa Marie<
1990 Unterricht in Malerei bei Prof. Eberhard Löbel
1995-1999 Studium an der Abendakademie der HGB Leipzig
2006 Aufnahme in den BBK
2006 Heirat mit dem Maler Mathias Perlet
Studienreisen nach Italien , Spanien ,Portugal
Diverse Personalausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen, raumgestalterische und bühnenbildnerische Projekte u.a. musiktheatralischen Bereich und Theater
lebt und arbeitet in Leipzig